Die Basler Eigenmittelmodelle für Banken haben versagt. Sie haben nicht nur die Bankenkrise nicht verhindert, sie haben diese zum Teil ausgelöst.

geschrieben am 11. November 2011 in der Kategorie Banken und Finanzen,Regulierung

Lesen Sie meinen Beitrag in der Zeitschrift DER SCHWEIZER TREUHÄNDER Nr. 11/11 (Spezialnummer Finanzielle Bewertungs- und Risikomodelle).

 

WarumBaselVersagt001

Vor 20 Jahren: Die Pleite der Spar- und Leihkasse Thun

geschrieben am 18. Oktober 2011 in der Kategorie Banken und Finanzen,Finanzplatz,Politik,Regulierung

Banken in Schieflage – das gab es schon vor 20 Jahren. Damals entzog die eidgenössische Bankenkommission der Spar- und Leihkasse Thun die Lizenz. Schon vorher musste die Bank ihre Schalter schliessen, die verzweifelten Sparer versuchten erfolglos, ihr Geld bar abzuholen. Im Gespräch mit Andreas Lüthi schildert Hans Geiger, wie es 1991 zum Zusammenbruch der Spar – und Leihkasse Thun kommen konnte und was sich seither geändert hat.

Höhren Sie das Interview auf Radio DRS:       http://www.drs4news.ch/www/de/drs4/sendungen/newsflash/256196.sh10197528.html

 

 

Die Schweizerische Nationalbank ist unabhängig, und leider unkontrolliert. Ein Vorschlag zur Verbesserung

geschrieben am 16. April 2011 in der Kategorie Banken und Finanzen,Politik,Regulierung

Lesen Sie in der Weltwoche vom 14. April 2011:

 

Kontrolle ist etwas anderes

 

Die Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank sollten dem Bankrat am 29. April die Décharge verweigern. Das wäre ein brauchbarer Ansatz zu einer besseren BeaufsichtigungWeltWoche_SNB_Druckvers

Die Kritiker der SNB irren nicht

geschrieben am 5. April 2011 in der Kategorie Banken und Finanzen,Finanzplatz,Politik,Regulierung

Prof. Ernst Baltensperger nimmt in der NZZ vom 5. April 2011 die SNB vor den Kritikern in Schutz. Seine Argumente scheinen zu überzeugen, ausser wenn man die Fakten anschaut. Tun Sie einen Blick in die Bilanz unserer Notenbank. Ich mache auch einen einfacher Vorschlag zur Korrektur. SNB Kritiker irren nicht

Auf die Details kommt es an, auch bei der Gesetzesvorlage zum Too Big To Fail. Lesen Sie warum:

geschrieben am 9. März 2011 in der Kategorie Politik,Regulierung

Vernehmlassung Geiger

Die Nationalbank braucht keine neuen Kompetenzen

geschrieben am 1. Januar 2011 in der Kategorie Politik,Regulierung

Am Mediengespräch vom 16. Dezember 2010 hat die SNB für sich neue gesetzliche Kompetenzen gefordert. Es bestünden im Bereich der makroprudentiellen Politik “grosse und eklatante Defizite”. Manche Forderungen sind überflüssig, die Argumente  nicht stichhaltig. Man fragt sich, was das Direktorium mit den Forderungen letztlich bezweckt.

Lesen Sie die Analyse auf  Geiger_Komp_SNB_12_2010

Eigenkapitalregulierung: Die Schweiz braucht keinen Swiss Finish, sondern eine echt schweizerische Lösung. Lesen Sie die Kolumne in der Schweizer Bank vom November 2010.

geschrieben am 24. Oktober 2010 in der Kategorie Regulierung

KeinSwissFinish

Expertenbericht “Too Big To Fail”

geschrieben am 18. Oktober 2010 in der Kategorie Politik,Regulierung

Arikel in der Finanz und Wirtschaft vom 6. Oktober 2010: Die Übergangfrist ist zu lang, eine griffige Leverage Ratio fehlt. Die Vorschläge der Expertenkommission haben neben Stärken auch unnötige Schwächen.

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Der Too Big To Fail Bericht

geschrieben am 5. Oktober 2010 in der Kategorie Finanzplatz,Regulierung

 

Too Big To Fail Bericht: Das Interview im Tagesanzeiger Online vom 4. Oktober 2010

Herr Geiger, der Bericht der Expertenkommission zum «Too big to fail»-Problem liegt vor. Würde das so umgesetzt, sind wir dann auf der sicheren Seite?

Nein, auf der sicheren Seite wäre der Schweizer Steuerzahler damit nicht.

Was ist nicht gut an den Vorschlägen?

Ich erachte die Übergangsfrist zur Erreichung dieser neuen Werte, also bis Ende 2018, als lang. Die nächste Bankenkrise kommt bestimmt früher, vielleicht schon nächstes Jahr. Die Schweizer Banken müssen die Ziele früher erreichen.

Was würden Sie denn für eine Frist vorschlagen?

Ende 2015 muss genügen.

Die Schweizer Grossbanken sollen künftig über 10 Prozent «hartes» Eigenkapital und 9 Prozent bedingtes Kapital verfügen. Was halten Sie davon?

Klar lässt sich sagen 10 Prozent echte Eigenmittel wäre eine gute Grösse. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass der Bezugswert «Risiko gewichtete Aktiven» eine sinnlose Grösse ist.

Was wäre sinnvoller?

Die Finanzkrise hat gelehrt, dass weder die Banken noch die Aufsichtsbehörden in der Lage sind, die Risiken verlässlich einzuschätzen. Sinnvoller wäre, robuste Grössen zu verwenden, wie zum Beispiel die Bilanzsumme und zusätzlich die Bruttoerträge.

Es sieht so aus, als ob der Swiss Finish tatsächlich strenger wird als die Vorschriften von Basel III. Für die Schweizer Banken im internationalen Vergleich ein Nachteil?

Klar sagen die Banken, für sie sei das ein Nachteil. Das Management will eine möglichst hohe Eigenkapitalrendite erreichen. Für Kunden ist eine hoch kapitalisierte Bank sicher attraktiver als eine, welche das Eigenkapital “optimiert”. Und auf den Kunden kommt es doch vor allem an.

Werden die Banken die Vorschläge akzeptieren, oder dagegen lobbyieren?

Selbstverständlich werden die Banken lobbyieren, das gehört zu ihren Aufgaben. International hat die Grossbankenlobby den Vorschlägen von “Basel 3″ sehr viele Zähne gezogen. In der Schweiz ist das wegen der potenziellen Drohung einer Initiative etwas weniger gut möglich.

Hätte der Sturz von Lehman Brothers mit diesen Vorschriften verhindert werden können?

Der Kollaps von Lehman Brothers war keine so schlechte Sache, er kam einfach zu spät. Wäre er nicht gekommen, wäre vielleicht Citibank gestürzt. Das wäre verheerend gewesen. Es geht nicht darum, einen Sturz zu verhindern, sondern dafür vorzusehen, dass die Kapitalgeber und Gläubiger den Verlust tragen, und nicht die Steuerzahler.

Für den Notfall, also wenn eine Grossbank trotzdem zu stürzen droht, gibt es noch keine Pläne. Wo stockt es?

Hier hat die Kommission einen halben Rückzug gemacht. Die Grossbanken sollen Vorschläge machen, wie der Schweizer Steuerzahler vor den Folgen eines Zusammenbruchs einer systemrelevanten Bank geschützt werden kann. Ich gehe davon aus, dass die Banken solche Notfallpläne in der Schublade haben. Jetzt müssen sie diese präsentieren. Dass diese Pläne den Steuerzahler absolut wasserdicht schützen, ist für die Schweiz entscheidend. Hier darf sich die Politik keine Grosszügigkeiten leisten.

Gibt es sonst noch etwas zu sagen?

Eine Stärke des Vorschlages liegt bei der Einführung von Pflichtwandelanleihen. Diese erhöhen das risikotragende Kapital stark, zudem wird die Bewertung dieser Anleihen durch die Finanzmärkte ein unverfälschtes Urteil über die Qualität der Bank ermöglichen. Eine andere Stärke ist, dass die Kommission nicht nur eine Einzelmassnahme vorschlägt, sondern ein ganzes Massnahmenpaket.

Die Revision der Eigenmittelverordnung (ERV) ist auf Ende Jahr geplant.

geschrieben am 16. September 2010 in der Kategorie Politik,Regulierung

Die Revision der ERV soll auf Anfang 2011 in Kraft treten. Sie ist eine der drei Baustellen, die zum Thema “Eigenkapital” gleichzeitig und parallel im Betrieb ist, neben der Einführung von Basel III” und der gesetzlichen Regelung der “too big to fail” Problematik. Ob das so gut geht?

In der Beilage findet sich meine Stellungnahme zur ERV-Revision.StellungnahmeRevision_EMV_final

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