Beitrag auf NZZ-Online: «Gegen staatlichen Einfluss auf Finanzmärkte»
Der Banken-Professor Hans Geiger lehnt staatliche Eingriffe in die Finanzmärkte grundsätzlich ab. «Heute sind Notenbanken zu willig, Banken zu retten», sagte der Wissenschafter am Institut für Schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich.
Zuviel Regulierung hat während der Asien Kriese Korea nichts gebracht und zu wenig Regulierung ist auch nicht gut für den Bankenplatz. Dieser braucht eine effektive Regulierung, so dass die Verantwortlichen auch Verantwortung tragen können.
z.B. Basle II brachte die Kehrseite, dass die Banken begonnen haben das TIER 1 ratio strategisch zu fixieren und dann eine komplizierte bottom-up Rechnung machten um es zu halten. Hier wurden auch Off-Balance Sheet Methoden angewandt, die das Risk Management System erheblich geschwächt haben. Die Datenbasis wurde nicht aufgearbeitet und das Modell ist zu starr. Es fehlte an relevanter Marktinformation.
Santander Bank Corp. hatte diese Information durch ihre Nähe zu den reellen Märkten. Ihr Risiko Management System war erheblich konservativer oder reeller und der Gedanke “zu gross zum Fallen” ist den Spaniern nicht bekannt.
Profit = Prime Rate + LRP + DRP + MRP + other.
Die Banken begannen alle Risiken auszusourcen und endeten mit:
Profit = Prime Rate + 0
Dies erzeugte den Drang nach Innovation und Leverage. Man hat Gold und andere Reserven verkauft um das Leverage hoch zu treiben, damit die Gewinne nicht einbrachen. Dies erzeugten ein Agency problem, weil Manager nur Boni gesteuert waren und keine Verantwortung trugen oder sich dessen nicht bewusst waren, da man sich auf die Daten eines mechanischen Risikomanagement Systems verliess.
Es ging vergessen, dass Banken per Definition illiquide sind. Und das ein Schock in den Finanzflüssen die Kriese auslösen kann, welche zur ineffizienten Kapitalflucht und zu einem Melt-Down von Banken geführt hat.
Die Kriese kann nur durch die Intervention der Regierung gestoppt werden, da die ultimative Absicherung durch den Staat die Kapitalflucht stoppt, und den Schaden begrenzt.
Dies hat aber zur Folge das der Staat auch die Gier der Manager regulieren muss, welches ein Balance Akt mit bipolarer Autorität beinhaltet, welche was schon bei Doppelmandaten wie sie Herr Vasella trägt stark kritisiert wird, da sie ein Agency-Problem beinhaltet.
Wie sie es sagen, es wird nicht einfach sein mit einer Regierung zu Kooperieren, die in der Wirtschaft wenig Erfahrung, Neid und viel Dominanz bringt.
Besten Dank für Ihr Beitrag Herr Dr. Geiger
D.Richard
(mehr in meinem Paper über die Kriese und die win-win situation von Santander: david.richard@live.com)
Kommentar by D. Richard — 23. März 2009 @ 10:44